Bis zum Frühsommer wurde klar, dass sie so nicht weiterleben konnten. Die Kinder zeigten Anzeichen von Trauma. Der Hof litt unter Vernachlässigung, da sie mehr Zeit mit Verstecken als mit Arbeit verbrachten. Und Bentons Besuche wurden immer häufiger.
“Jacob sagte, wir müssten gehen”, erinnert sich Ruth. “Ich habe ihn gefragt, wie. Wir hatten kein Geld, keinen Ort, an den wir gehen konnten, und keine Möglichkeit zu entkommen, ohne dass Benton uns fand. Damals besuchte Jacob Benton zum letzten Mal.”
Was Jacob mit Benton ausgehandelt hat, bleibt unklar, da beide Männer verstorben sind. Aber basierend auf Ruths Bericht und der Chronologie der Ereignisse scheint Jacob eine Vereinbarung getroffen zu haben: Wenn Benton ihnen erlaubte, Ohio friedlich zu verlassen, würde Jacob ihm die Farm geben und die Schuld begleichen.
«Jacob quería que todo quedara por escrito», dice Ruth. «Pero Benton se negó. Dijo que la firma de Jacob en la escritura de transferencia era todo lo que necesitaba. Si Jacob cumplía su parte —irse de Ohio y no volver jamás—, Benton cumpliría la suya y no los demandaría».
Der Deal war abgeschlossen. In der Nacht des 13. Juli 1992 lud die Familie Miller in ihren Wagen, was sie mitnehmen konnten. Sie ließen alles andere zurück: den Bauernhof, die Tiere, den Großteil ihres Besitzes, ihr ganzes Leben.
“Wir haben das Frühstück an diesem Morgen auf dem Tisch stehen lassen”, sagt Ruth. “Jacob sagte, es würde so aussehen, als wären wir gerade gegangen, als kämen wir zurück. Ich wollte nicht, dass die Leute denken, wir hätten geplant zu gehen. Ich wollte, dass es wie ein Rätsel aussieht.”
Der Plan war, dass die Familie mit der Kutsche zu einem vorher vereinbarten Treffpunkt einige Meilen entfernt reisen sollte, wo ein Amish-Mann aus einem benachbarten Bezirk – jemand, der Jacob einen Gefallen schuldete – sie in einem Planwagen nach Indiana bringen würde. Von dort aus verschwanden sie in einer neuen Amish-Gemeinschaft unter falschen Namen.
“Aber als wir in jener Nacht gegangen sind”, sagt Ruth und senkt ihre Stimme fast zu einem Flüstern, “war Benton da. Er ist uns in seinem Van gefolgt, um sicherzugehen, dass wir wirklich weg sind. Er wollte uns gehen sehen.”
Margaret Stevens’ Aussage bestätigte diese Darstellung: Sie hatte in jener Nacht sowohl Bentons Kutsche als auch Lkw gesehen.
Die Familie schaffte es, ihre Kontaktperson zu erreichen, wechselte zu einem Planwagen und begann die Reise nach Indiana für mehrere Tage. Sie kamen Ende Juli 1992 erschöpft, traumatisiert und dankbar, am Leben zu sein, im Elkhart County an.