Teil 2
Ich stand lange vor der Schlafzimmertür.
Emily aß immer noch.
Ein Stück Brot.
Heißes Wasser.
Ein bisschen Soße.
Nicht mehr.
Jede seiner Bewegungen war langsam, vorsichtig, fast rituell.
Sie aß nicht wie ein Teenager mit Appetit.
Er aß wie jemand, der gelernt hatte, dass jeder Bissen halten musste.
Professor Rivera blieb an meiner Seite.
Keiner von beiden sprach.
Schließlich fragte ich:
—Wie viel kostet es, normal in der Schule zu essen?
Sie sah mich an.
—Es kommt darauf an, aber nicht zu sehr.
“Wie viel gibt Emily aus?”
Der Lehrer zögerte.
“Sehr wenig.
“Ich will eine Figur.
“Vielleicht ein oder zwei Dollar am Tag.”
Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog.
“Eins oder zwei?”
“Manchmal weniger.
“Und das Esszimmer-Stipendium?”
“Du hast das Recht auf eine vollständige Mahlzeit.
—Entonces ¿por qué come esto?
La profesora suspiró.
—Porque guarda parte del dinero.
—¿Para qué?
—No lo sé.
Eso me sorprendió.
—¿Nunca le preguntó?
—Sí.
—¿Qué dijo?
La profesora bajó la voz.
—Que en casa necesitaban dinero.
Me quedé inmóvil.
—¿En casa?
—Sí.
—¿Qué casa?
—La de su abuela.
Sentí una presión horrible en el pecho.
—¿Mi madre le pide dinero?
—No puedo afirmarlo.
—Pero Emily lo dijo.
—Dijo que tenía que ahorrar.
—¿Para quién?
—Für “Haushaltsausgaben.”
Ich schloss die Augen.
Die Haushaltsausgaben.
Ich habe die Haushaltskosten bezahlt.
Jeden Monat habe ich meiner Mutter Geld überwiesen, genau damit Emily sich keine Sorgen machen muss.
“Lehrer.
“Ja.
“Ich muss alles wissen.
“Worüber?”
—Über die letzten fünf Jahre.
Die Frau sah mich schweigend an.
Dann schloss er die Tür zu seinem Büro.
Die Geschichte begann, als Emily zehn Jahre alt war.
Ich war nach dem Tod seiner Mutter in eine andere Provinz gegangen.
Ich wollte nicht gehen.
Aber die medizinischen Schulden waren enorm.
Unser kleines Unternehmen ist pleitegegangen.
Ich brauchte Geld.
Meine Mutter sagte zu mir:
“Lass sie bei mir.”
“Ich will nicht von ihr getrennt werden.
“Was hast du vor?” Von Stadt zu Stadt tragen und zwölf Stunden arbeiten?
Er hatte recht.
Oder zumindest dachte ich das.
Also habe ich Emily bei ihrer Großmutter gelassen.
Als ich das erste Mal ging, weinte meine Tochter so sehr, dass ich fast den Zug verpasst hätte.
“Papa, wann kommst du zurück?”
Ich umarmte sie.
“Sehr bald.
“Wie schnell ist es?”
—Wenn ich dieses Projekt fertig habe.