Ich schaute aus dem Fenster statt zu ihm. “Ich habe vierunddreißig Jahre Grundschule unterrichtet. Ich habe Hunderten von Kindern geholfen, lesen zu lernen. Ich habe mich um meine Eltern gekümmert, als sie starben. Ich habe das Haus geführt, die Rechnungen bezahlt und dir durch das Nierenversagen geholfen, das dich vor einem Jahr ohne mich getötet hätte.”
Ich wandte mich ihm zu. “Und du hast das alles auf eine Frau reduziert, die dir Wasser bringt.”
“Verzeih mir”, murmelte er mit erstickter Stimme. “Claire, bitte.”
“Diese Entschuldigung kommt etwas spät.”
“Ist das der Grund, warum du es verbrannt hast? ¿Für Rache?”
Ich dachte einen Moment über diese Frage nach, denn selbst dann schuldete ich ihm eine ehrliche Antwort.
“Ich wollte nicht, dass eine andere Frau in meinem Bett schläft, das Porzellan meiner Mutter benutzt, meinen Tod als bequemes Tor zu einem besseren Leben betrachtet. Was ich getan habe, war gefährlich und zerstörerisch, und ich bin nicht stolz darauf. Aber ich konnte nicht zulassen, dass das Haus, das ich gebaut hatte, zu einer Trophäe für die Frau wurde, für die du mich verlassen wolltest.”
“Du hättest jemandem wehtun können.”
“Zuerst habe ich sichergestellt, dass das Haus leer ist”, sagte ich leise. “Es war trotzdem eine schreckliche Entscheidung. Ich war nie davon überzeugt.”
Er rieb sich die Stirn. “Und das Versicherungsgeld?”
“Ich habe eine Entschädigung erhalten, nachdem die Untersuchung mich freigesprochen hat.”
“Hast du vier Millionen Dollar verschenkt?”
“Ein Haus im Dorf.”
“¿Por qué?”
“Ich habe dort jahrelang ehrenamtlich gearbeitet. Die Jungen werden achtzehn und werden ohne Familie, ohne Ersparnisse, ohne Laptop und nicht einmal ohne Wohnungskaution aus dem Pflegesystem genommen. Dieser Fonds finanziert Wohnraum und Bildung für lange Zeit.”
Sie fuhr sich zitternd mit der Hand durch die Haare. “Hast du mir etwas dagelassen?”
Die Frage glitt mir durch die Finger, bevor ich sie aufhalten konnte, und ich war nicht mehr wütend. Einfach so etwas wie Mitleid.
“Ja”, sagte ich leise.
Er wartete.
“Ich habe dir eine Niere hinterlassen.”
Er machte ein Geräusch, das ich noch nie zuvor von ihm gehört hatte, etwas steckte halb zwischen Kehle und Brust.
“Das Auto läuft immer noch auf deinen Namen”, fährt er fort. “Du hast noch deine Konten. Deine Angelegenheit.”
“Vanessa hat mich verlassen.”
“Das habe ich mir schon gedacht.”
“Sie hat mir gesagt, sie sei keine Krankenschwester.”